Konzept "Lernen in Bewegung"

 

Der Grundgedanke für die Einrichtung dieser Förderstunde ist es die natürliche Freude des Kindes an Bewegung und Spiel zu nutzen. Die Förderstunde ist für die Kinder ein zusätzliches Bewegungsangebot, das sich an die Psychomotorik anlehnt. Das Angebot besteht derzeit für das 1. und 2. Schuljahr. Hierbei soll die Persönlichkeit des Einzelnen ganzheitlich gefördert und besser entwickelt werden.

 

Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Teilaspekte von Ich-, Sach- und Sozialkompetenz. Darunter verstehen wir, dass die Kinder Gelegenheit und Anregungen bekommen, sich selbst und ihren Körper intensiver wahrzunehmen, zu erleben und mit ihm umzugehen. Über ihre verschiedenen Sinne erfahren sie ihre Umwelt differenzierter und können so lernen sich besser in ihr zu orientieren und angemessen zu handeln. Durch die für einen längeren Zeitraum festgelegte Gruppenzusammensetzung machen die Kinder Erfahrungen in der Partner-, Individual- oder Gruppenarbeit und lernen auch in Wettkämpfen zu bestehen.

 

Das Angebot richtet sich an Kinder:

 

  • die in ihren Bewegungen ängstlich oder gehemmt sind
  • die sich wenig zutrauen
  • die ständig in Bewegung sind und somit sehr unkonzentriert zu sein scheinen
  • die häufig anstoßen, stolpern oder hinfallen
  • die eine deutliche Bewegungsbeeinträchtigung zeigen
  • die Sprachauffälligkeiten oder Verhaltensschwierigkeiten aufweisen
  • die körperliche Einschränkungen (z. B. Asthma / Gleichgewichtsstörungen) haben

 

Mit Phantasiereisen in ferne Welten schaffen wir eine "veränderte" Atmosphäre, in der wir neue Erfahrungen sammeln können. Wir reisen z. B. ins Farbenland, helfen dem Nikolaus beim Geschenkeverteilen, fliegen in den Dschungel und stellen uns mutig verschiedenen Abenteuern und Herausforderungen. Hierbei spielen Rhythmik und Musik eine wichtige Rolle. Dabei werden Alltagsmaterialien und Sportgeräte ebenso wie Buchstaben und Zahlen (Unterrichtsinhalte) eingesetzt.

 

Wir versuchen feinmotorische Defizite, Sprach-, Wahrnehmungs-, Lern- und Verhaltensauffälligkeiten durch gezielte phantasievolle Angebote zu verbessern.

 

Dabei spielen die Eigenmotivation, die Freude am Miteinander"lernen" und die damit verbundenen Erfolgserlebnisse eine wichtige Rolle. Hierbei wird nicht nur die Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper verbessert, sondern auch das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein gesteigert.

 

Die Förderstunde ist kein Therapieersatz, sondern ein zusätzliches Bewegungsangebot um die ganzheitliche Persönlichkeit der Kinder zu fördern und besser zu entwickeln.

 

Arbeitsvorhaben:

 

Wünschenswert wäre eine Erweiterung des zeitlichen Rahmens um gezielter reflektorische Prozesse in Gang zu bringen und die Selbständigkeit des Einzelnen zu fördern. Dadurch kann die Kreativität und die Eigenverantwortlichkeit zunehmend geschult werden. Als Grundvoraussetzung sollte die Doppelbesetzung der Lehrkräfte erhalten bleiben. Die Erweiterung des Angebots für Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse sollte angestrebt werden.